Die Vorbereitung seit Herbst 2007 lief bis auf zwei Wochen Krankheit im Februar genau nach Plan.
Der Trainingsplan, nach dem ich trainiert habe, ist vom Laufseminar zum LE-Marathon. Er fand unter dem Motto
statt: Fit zum 32. Leipzig Marathon.
Am Anfang hatte er mich etwas unterfordert, zum Ende hin wurde es mit der Trainingszeit etwas knapp. (Danke
auch an meine Frau und Tochter für die Entbehrungen.)
Durch viele Tipps und Trainingseinheiten mit Jörg M. und dem gesamten Laufseminarteam war ich
körperlich sehr fit. Nach einem Laufbandtest am IAT wurde mir meine angepeilte Zielzeit aber nicht
bestätigt, mein Ziel, endlich die 3 Stundenmarke zu knacken; sollte also wieder nicht möglich sein. Ich bin
doch im Oktober bei 3 Grad und Regen schon 3:02:22h gelaufen, diesen Trainingsplan habe ich disziplinierter
und penibel durchgeführt bzw. durchgehalten; also muss es doch Klappen! Meine Meinung ist, nicht unbedingt
der Umfang der Kilometer ist wichtig sondern die Qualität wie man das Training durchführt. Also alles nur
Kopfsache und ein gut eingehaltener Trainingsplan!
Es konnte losgehen: 9 Uhr im Startbereich Wetter optimal - etliche Lauffreunde begrüßt -
Marschroute im Kopf - drei Riegel in der Hand und Start.
Bis 5 km erst mal einlaufen und schauen, ob ein Begleiter zu finden ist. Ich bin dann bis 24 km
mit Manfred S. gelaufen, habe an jeder Verpflegungsstelle getrunken (super Bedienung; ein großes Danke
an die Helfer), zur Hälfte alles im Plan 1:29:45 h und ich fühlte mich gut. Die Zuschauer und Bekannten
an der Strecke gaben mir auch ein gutes Gefühl.
Beim zweiten Mal am Völki sagte eine Dame zu mir, ich wäre 42. und ich dachte mir auch nicht schlecht, damit
ist man schon auf der ersten Seite der Ergebnisliste. Und es sollte noch besser kommen. Eigentlich spürte
ich nur Gegenwind das ganze Rennen (Später sagte jemand, ich war zu schnell für Rückenwind.),aber ich als
Leipziger kenne und liebe meine Stadt und wusste ab 30km geht es nicht mehr bergauf. Die Zeiten pro
Kilometer wurden immer schneller. Von Kilometer 33 bis 40 überholte ich so viele Läufer, das ich
dachte, zu schnell geworden zu sein, aber es waren nur 5Sekunden pro Kilometer und immer noch im Plan. Dann
ab 40km (mein persönlicher Kilometer, wo der Mann mit dem Hammer steht) wusste ich die 3h-Marke fällt, jetzt
war alles geschafft, nur noch auf die Jahnallee und die Zuschauer genießen.
Ich war allerdings so in einem Tunnel, das ich meine Frau und etliche Bekannte im Zielbereich gar nicht
wahrgenommen habe. Die Zielgerade war ein Genuss, ich spürte immer noch die pure Lust am Laufen, habe dann
noch Roman (genau der richtige Mann am Ort) abgeklatscht und in 2:58:25 h die Zielmatte
überlaufen.
Ich fühlte mich nicht ausgebrannt im Gegenteil, so fit hatte ich mich nicht mal an Trainingstagen gefühlt.
Der Aufwand bis 85km die Woche zu laufen, hatte sich also gelohnt.
Und Leipzig bleibt bei mir der beste Marathon, den es gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!